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Junge Linke.PDS Wittenberg in Aktion 

Redebeitrag zum 1. Mai 2006 (leider nicht gehalten)
 

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Der 1. Mai ist gleichermaßen ein Protest- und Feiertag. Ich möchte zu diesem Anlass als Sprecher der Jungen Linken.PDS Wittenberg einige Worte an Euch richten.

 

Die Politik der Bundesregierung ist für junge Leute schizophren.

 

Einerseits verlangt man Mobilität und Flexibilität. Andererseits werden Jugendliche Hartz-IV-Empfängerinnen und –Empfänger bis 25 Jahre an Mamas Rockzipfel gefesselt. Wir halten das für unerträglich!

 

Einerseits verlangt man gute Bildung. Andererseits will die Bundesregierung, allen Jugendlichen keinen Ausbildungsplatz garantieren. Dies ist jedoch möglich – eine Ausbildungsplatzumlage ist anerkannt das sinnvolle Mittel dazu.

Die jetzige Bundesregierung schließt ein solches Gesetz aus. Jugendliche stehen weiterhin ohne Ausbildung da. Auch das, liebe Anwesende, halten wir als Junge Linke Wittenberg, für unerträglich!

 

Wer heutzutage als Jugendlicher einen Ausbildungs- oder gar Arbeitsplatz haben möchte, wird meist zu einem so genannten Praktikum gezwungen. Wir sagen bewusst – so genanntes Praktikum. Denn meist handelt es sich dabei eigentlich nur um ein Geschenk an den Arbeitgeber. Praktika sind häufig kostenlose und stupide Arbeiten. Sozialwissenschaftler und Gewerkschaften sprechen bereits von einer „Generation Praktikum“. Wir sagen: Nichts gegen Praktika – aber: Wer arbeitet, muss auch dafür entlohnt werden. Daher fordern wir: Klare Mindestvorschriften, dass Praktika bezahlt werden!

 

Es gibt so eine Unsitte in unserem Land, dass Mindestvorschriften irgendwie bürokratisch und weltfremd seien. Das kommt meist von Leuten, die in ihrem eigenen Lebensbereich nichts gegen Mindestvorschriften haben: ausscheidende Unternehmensberater erhalten Abfindungen von mindestens soundsovielen Millionen, Rechtsanwälte erhalten Mindestvergütungen, Banken bestehen auf einer Mindestrendite. Nur bei uns – da sollen Mindestvorschriften nicht gehen!

 

Wir sagen: Doch! Wir brauchen Mindestvorschriften. Und zwar für alle, die arbeiten. Deshalb fordern wir einen Mindestlohn von 8,00 €. Wir fordern Mindeststandards für Praktika. Keine Leistung ohne Gegenleistung! Und wir fordern auch Mindestvorschriften für alle, die keine Arbeit haben – nämlich eine wirklich bedarfsorientierte Mindestsicherung. Die Hartz IV-Sätze müssen auf mindestens 500,- € + Miete angehoben werden. Darüber hinaus fordern wir einen Mindeststandard der Würde: Niemand darf zu Arbeit gezwungen werden! Keine Kürzungen bei Arbeitsverweigerung! Von Arbeit muss man leben können - ohne Arbeit auch!

 

Das ist das Mindeste! Denn: Wenn die Politik uns nichts garantiert, garantieren wir auch für nichts mehr!

 

Ich danke Euch.

 


 

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